Hand in Hand: Die unabhängige Pflegeberatung im Kreis Wesel

Trägerunabhängige Pflegeberatung: CDU-Landrat macht 180-Grad-Kehrtwende und gibt damit dem Druck Betroffener nach

Druck aus Politik und Kommunen zeigt Wirkung

Dörthe Krüger (SPD), Vorsitzende des Ausschusses Soziales und Arbeit im Kreistag Wesel

Die ursprünglichen Pläne sind vom Tisch

Die trägerunabhängige Pflegeberatung in den Rathäusern des Kreises Wesel hat sich bewährt. Hier finden Betroffene und pflegende Angehörige wohnortnah kompetente Beratung.
Noch im Herbst letzten Jahres wollte die CDU-Kreistagsfraktion mit den bewährten Strukturen brechen und hatte eine Zentralisierung der Pflegeberatung im Kreis Wesel beantragt. Der Widerstand, insbesondere von Seiten der übergangenen Bürgermeister und der Bürgermeisterin in den betroffenen Kommunen, kam umgehend. Der CDU-Vorstoß löste tiefgreifende Irritationen in den Beratungsstellen vor Ort aus. Sie sahen ihre Arbeit wenig wertgeschätzt. Nach vehementem Druck aus den Kommunen und aus der SPD-Kreistagsfraktion (siehe Presseartikel vom 27. Januar 2021) scheint der CDU-Landrat nun einzulenken; die ursprünglichen Pläne sind vom Tisch.

Augen nicht vor guten Argumenten verschließen

Die 180-Grad-Wende von Ingo Brohl zeige, dass der Druck aus Politik und Kommunen gewirkt hat. „Man darf die Augen vor guten Argumenten nicht einfach verschließen und die Kommunen übergehen, wie man es hier ursprünglich versucht hatte“, so Dörthe Krüger (SPD), Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Arbeit im Kreistag. Es sei richtig und gut, bewährte, bürgerfreundliche vor-Ort-Strukturen weiter auszubauen und auf ein verlässliches Qualitätsniveau zu bringen.