Kühe, Landwirtschaft, Landwirte

Keine zusätzliche Belastung heimischer Landwirte, Schlachtereien und Metzger durch Erhöhung der Schlachtgebühren

Regionale Vermarktung stärken

Gertrud Seel
Gertrud Seel, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion Wesel.

Die Nachfrage nach Produkten aus der Region steigt auch im Kreis Wesel stetig. Die Diskussion um gentechnisch veränderte Lebensmittel sowie die regelmäßigen Meldungen über Nahrungsmittelskandale haben dafür gesorgt, dass die Verbraucher zunehmend Wert auf qualitativ hochwertige, regional produzierte und verarbeitete Lebensmittel legen. Aber nicht nur die Qualität der Produkte wird bei Kaufentscheidungen relevanter, auch die Aspekte Tierwohl und Umweltschutz spielen eine zunehmend größere Rolle.

Gebührenerhöhung verhindern

„Wir werden gegen die jetzt im Kreistag zur Entscheidung stehende Erhöhung der Schlachtgebühren stimmen, denn sie steht im krassen Gegensatz zu den Bemühungen, die regionale Fleischvermarktung zu fördern und zu stärken“, kündigt Gertrud Seel, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion, an. Die heimischen Landwirte, Schlachter und Metzger stünden im direkten Wettbewerb mit Großschlachtereien im In- und Ausland, die durch die Verarbeitung großer Stückzahlen anteilmäßig deutlich geringere Kosten für Schlachtung und amtliche Fleischbeschau hätten. Die jetzt anstehende Gebührenerhöhung verstärke nicht nur den bereits vorhandenen Nachteil, die schlechteren Rahmenbedingungen bedrohten die heimischen Fleischproduzenten zunehmend auch in ihrer Existenz.

Landwirte unterstützen

Es ist nach Meinung der SPD-Fraktion wichtig, die heimischen Landwirte, Schlachtereien und Metzger nach Kräften zu unterstützen. „Es ist eben nicht ausreichend, regionale Vermarktung, Tierwohl und kurze Transportwege nur zu fordern. Man muss auch dementsprechend handeln.“