Richard Stanczyk, Mitglied der SPD-Kreistagsfraktion Wesel

Kreis-SPD fordert erneut die Einrichtung eines Kulturfonds

In den bisherigen Jahren dieser Wahlperiode kürzte ein Bündnis aus CDU, Grünen und FDP/VWG alle freiwilligen Leistungen für kulturelle Zwecke auf ein Mindestmaß oder strich diese gleich komplett.

„Ein Unding sowie eine kulturelle Bankrotterklärung“, findet Gerd Drüten, SPD Fraktionsvorsitzender im Kreistag. Zu den diesjährigen Haushaltsplanberatungen kündigt er jetzt an, erneut einen Antrag auf Einrichtung eines Kreis-Kulturfonds einzurichten und diesen mit jährlich überschaubaren 30.000 € auszustatten.

„Die Einrichtung eines Kulturfonds im letzten Jahr ist an Gegenstimmen der CDU, den Grünen und der FDP/VWG gescheitert. Das bedeutet aber nicht, dass wir in unseren Bestrebungen, die kulturelle Identität auf Kreisebene zu fördern, nachlassen werden“, erläutert Richard Stanczyk, kulturpolitischer Sprecher der SPD Kreistagsfraktion.
Es sei schließlich auch auf Kreisebene gesellschaftliche und politische Pflicht, allen Bürgern ein gewisses Maß an kultureller Teilhabe zu ermöglichen. Daher beantrage seine Fraktion, ab dem Haushaltsjahr 2020 erneut einen Kulturfonds einzurichten.

Hintergrund dieses Antrags sei neben der Förderung einer kulturellen Identität auch die Notwendigkeit, nachvollziehbare und klar definierte Kriterien festzulegen, auf dessen Grundlage sich Kulturschaffende um eine Förderung bewerben können.

„Das Fehlen eines Kulturfonds hält Kultureinrichtungen, Vereine und Verbände nicht davon ab, in jedem Jahr erneut Anträge auf Zuwendungen aus dem Kreishaushalt zu stellen. Es ist nicht weiter hinnehmbar, dass Zufälligkeiten ohne klare Regelungen die kulturelle Förderung im Kreis Wesel bestimmen“, so Stanczyk.

Durch die Einrichtung eines Kulturfonds solle es zukünftig wieder möglich sein, kulturelle Initiativen und Veranstaltungen mit Ausstrahlung auf das gesamte Kreisgebiet auf der Basis klar definierter Kriterien zu fördern.